Die Teilzeitoptimistin

27 November, 2008

Gute Idee…

Gespeichert unter: Alltag einer Tippse — Frau X @ 7:55

so ein Sch….

Manche Leute haben echt einen Dachschaden. Tut mir leid, wenn ich das offen sagen muß, aber es ist so.
Heute bekommen wir ein bitterböses Email ins Büro. Von einem Mann, der sich darüber beschwert, dass wir angeblich die Patientennamen und Adressen nicht überprüfen ehe wir einen Brief abschicken.
Großes Stirnrunzeln.
Er hat einen Brief bekommen, der an seine Großmutter adressiert ist, und ich dem wir ihr einen Op-Termin mitteilen. Nur, die Großmutter ist verstorben. Und da ist es seelisch grausam, dass wir so einen Brief verschicken.

Öhm.
Klar, sicher ist es nicht angenehm einen solchen Brief zu bekommen… ABER:
1) Wir können nur mit den Namen und Adressen arbeiten, die man uns mitteilt.
a) Wir gehen davon aus, dass die Patienten ihren eigenen Namen kennen
b) Wir gehen davon aus, dass sie wissen, wo sie wohnen.

2) Wir können nicht riechen, dass ein Patient 8 Wochen nachdem er bei uns in der Ambulanz war nicht mehr lebt.

Und so traurig es ist, wenn ein Mensch stirbt, dann ist es nunmal so, dass noch einige Wochen hin und wieder an ihn adressierte Post an seiner ehemaligen Adresse ankommen wird. Eben weil der Tod eines „normalen“ Menschen nicht in den Medien verkündet wird.

3) Wenn ein Mensch stirbt wäre es eigentlich Aufgabe der Angehörigen, dies an Stellen zu melden, die diese Information benötigen würden. Und in diesem Fall wird wohl bekannt gewesen sein, dass die Großmutter sich einer Operation unterziehen wollte.

Insofern ist die Forderung, wir sollen doch unsere Daten besser prüfen, ehe wir Briefe verschicken so ziemlich die dümmste, die seit langem an uns gerichtet wurde.

*grmpf*

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